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Baugeschichte

Die Jakobi-Kirche hier am Koberg ist fast 800 Jahre alt. 1227 wurde sie zum ersten Mal erwähnt. Wir dürfen uns die Kirche damals allerdings nicht als fertiges Gebäude vorstellen. Sie war eigentlich eine große Baustelle, die aber sofort, wenn auch sehr provisorisch, als Gotteshaus genutzt wurde.

1295 war der Rohbau fertiggestellt. Das Gebälk des Dachstuhls und das große Tretrad im Turm stammen aus dieser Zeit. Die endgültige Fertigstellung – die Weihe des Hauptaltars - erfolgte dann am 12. Juni 1334, also erst mehr als 100 Jahre nach Baubeginn!  

Die Kirche zu jener Zeit sah deutlich anders aus als heute. Es war eine große Halle, in der Prediger und Besucher umherwandelten. Das Gestühl gab es im Mittelalter noch nicht. Seither hat sich vieles in der Kirche verändert – innerlich und äußerlich. Die wohl tiefgreifendste Veränderung brachte die Reformation. Nach dem „Sängerkrieg“ von 1531 wurden alle Kirchen Lübecks protestantisch.   

Aber auch äußere Einflüsse veränderten die Jakobikirche. Den ersten Dachreiter fegte schon bald nach dem Richtfest ein Sturm herunter. Erst nach über 150 Jahren wird ein neuer Dachreiter wieder aufgesetzt. Der 1628 stark baufällig gewordene Turm wurde 1636 im oberen Geschoss erneuert und er bekam sein heutiges Aussehen mit den charakteristischen vier Kugeln.

Großes Glück hatte die Jakobikirche dann im 2. Weltkrieg. Ein Bombenangriff in der Palmsonntag-Nacht 1942 zerstörte fast alle Kirchen der Innenstadt. Die Jakobikirche blieb davon unverschont – und zeigt sich auch heute noch in ihrer reichen, über Jahrhunderte gewachsenen Gestalt. 

 

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